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Mehr Wohnraum, Wärmeplanung und eine neue Perspektive für die Weinligstraße

8. Oktober 2026

Neuer Wohnraum in Tetendorf, die künftige Wärmeversorgung unserer Stadt und die Sanierung der Weinligstraße standen im Mittelpunkt der Sitzung des Soltauer Bauausschusses am 6. Oktober 2026. Alle Beschlussvorlagen wurden einstimmig angenommen. Auch wir als SPD haben die Vorschläge unterstützt, weil sie wichtige Aufgaben unserer Stadt aufgreifen und konkrete nächste Schritte ermöglichen. Der Bauausschuss hat damit seine Empfehlungen für die weitere Beratung ausgesprochen. Die abschließenden...

Mehr Wohnraum, Wärmeplanung und eine neue Perspektive für die Weinligstraße

Neuer Wohnraum in Tetendorf, die künftige Wärmeversorgung unserer Stadt und die Sanierung der Weinligstraße standen im Mittelpunkt der Sitzung des Soltauer Bauausschusses am 6. Oktober 2026. Alle Beschlussvorlagen wurden einstimmig angenommen. Auch wir als SPD haben die Vorschläge unterstützt, weil sie wichtige Aufgaben unserer Stadt aufgreifen und konkrete nächste Schritte ermöglichen.

Der Bauausschuss hat damit seine Empfehlungen für die weitere Beratung ausgesprochen. Die abschließenden Entscheidungen treffen der Verwaltungsausschuss beziehungsweise der Rat.

Tetendorf: Die Planung für neuen Wohnraum kommt voran

Mit dem Bebauungsplan für das Wohngebiet Tetendorf 4 an der Tetendorfer Straße wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Entwicklung des neuen Quartiers vorbereitet. Nach der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Fachbehörden hat der Ausschuss die vorgeschlagene Behandlung der Stellungnahmen sowie den Satzungsbeschluss einstimmig empfohlen. Die Planung verbindet unterschiedliche Wohnformen mit Grünflächen sowie Wegen für den Fußverkehr und Radverkehr. Vorgesehen sind auch Flächen zum Spielen und zur Erholung. Für uns als SPD gehört beides zusammen: Soltau braucht zusätzlichen Wohnraum und Quartiere, in denen Menschen gerne leben. Bei der weiteren Umsetzung werden wir deshalb darauf achten, dass die Wohnangebote unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen und die Erschließung mit der Entwicklung des Gebietes Schritt hält. Auch die Straßennamen für die Wohnbaugebiete Tetendorf 3 und 4 fanden einstimmige Unterstützung. Vorgeschlagen sind Krummer Kamp, Kleines Moor, Bruchwiese, Wildkamp, Moorgarten und Steinfeld. Die Namen greifen historische Flurbezeichnungen auf und verbinden das neue Wohngebiet mit der Geschichte des Ortes.

Wärmeplanung: Orientierung für die kommenden Jahre

Wie kann Soltau seine Wärmeversorgung bis 2040 schrittweise klimafreundlich gestalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich die kommunale Wärmeplanung, die im Bauausschuss ebenfalls einstimmig unterstützt wurde. Sie untersucht, wo Wärmenetze sinnvoll sein können, welche örtlichen Energiequellen infrage kommen und wo individuelle Lösungen für einzelne Gebäude geeigneter sind.

Zu den konkreten Ansätzen gehören die Prüfung eines Wärmenetzes für Soltau Süd unter Nutzung der Wärme aus dem gereinigten Abwasser des Klärwerks, die Weiterentwicklung des bestehenden Fernwärmenetzes im Nordwesten und die Untersuchung eines möglichen Wärmenetzes in der Innenstadt. Ergänzend sieht das Konzept Beratungsangebote für individuelle Wärmelösungen sowie Maßnahmen zur Energieeinsparung in städtischen Gebäuden vor. Der Wärmeplan selbst verpflichtet niemanden zum Austausch seiner Heizung. Auch ein als geeignet gekennzeichnetes Gebiet bedeutet noch keine verbindliche Zusage für einen Anschluss an ein Wärmenetz. Dafür braucht es weitere Untersuchungen und konkrete Investitionsentscheidungen. Für uns ist entscheidend, dass aus der Planung verständliche Informationen und wirtschaftlich tragfähige Vorhaben entstehen. Wer über eine neue Heizung nachdenkt, braucht möglichst verlässliche Auskünfte darüber, welche Möglichkeiten vor Ort tatsächlich bestehen.

Weinligstraße: Sanierung mit besseren Bedingungen für den Radverkehr

Die Weinligstraße ist seit Jahren in einem schlechten Zustand und muss grundlegend saniert werden. Diese notwendige Erneuerung soll genutzt werden, um die Straße als Fahrradstraße zu gestalten und die Radverbindung zwischen Innenstadt und dem südlichen Stadtgebiet zu verbessern.

Das vorgestellte Konzept sieht Verkehr in beiden Richtungen und eine Freigabe für Anlieger vor. Ziel sind bessere Bedingungen für Radfahrende und eine Beruhigung des Wohnquartiers. Vor der Umsetzung sind weitere Sicherheitsprüfungen und eine Abstimmung mit der Polizei vorgesehen. Die Kosten für Straßenbau und Regenwasserkanal werden derzeit grob auf 2,9 Millionen Euro geschätzt. Für die vollständige Planung einschließlich Vermessung und Bauüberwachung werden zusätzlich etwa 315.000 Euro veranschlagt. Zunächst sollen Planungsschritte und Vermessung im Umfang von rund 125.000 Euro beauftragt werden. Der Förderantrag im Programm „Stadt und Land“ ist für April 2027 vorgesehen. Bei einer Förderzusage soll die bauliche Umsetzung 2028 erfolgen. Wir unterstützen diesen Weg, weil eine ohnehin notwendige Sanierung mit einer Verbesserung der Verkehrsbedingungen verbunden werden kann. Für die weitere Planung kommt es auf sichere Wege, die Erreichbarkeit der Grundstücke und einen sorgfältigen Umgang mit den Kosten an.

Wohnungsbau: Entscheidungen zügiger treffen

Ein weiterer Beschlussvorschlag betrifft die Zuständigkeiten beim sogenannten Bauturbo. Der Bauausschuss hat empfohlen, bestimmte Entscheidungen über die Zustimmung zu Wohnungsbauvorhaben vom Verwaltungsausschuss auf den Bürgermeister zu übertragen. Dadurch sollen Verfahren schneller bearbeitet werden können, ohne für jede dieser Entscheidungen eine Ausschusssitzung abwarten zu müssen.

Die Prüfung des einzelnen Vorhabens und die vom Rat beschlossenen Ziele der Stadtentwicklung bleiben dabei maßgeblich. Für uns ist das ein sinnvoller Ansatz: Wo zusätzlicher Wohnraum ermöglicht werden kann, sollten klare Zuständigkeiten und zügige Entscheidungen die Umsetzung erleichtern. Wir werden die Vorhaben in den kommenden Beratungen und bei ihrer Umsetzung weiter begleiten. Unser Anspruch ist, dass die

Planungen im Alltag einen spürbaren Nutzen bringen: durch zusätzliche Wohnangebote, eine verlässliche Wärmeversorgung und bessere Wege durch unsere Stadt.

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